Müsli-Kokosriegel

Früher hieß es Studentenfutter, jetzt nennt man es Brainfood. Klein geschreddert und mit Kokosöl zusammengeklebt sind Nüsse und Trockenfrüchte ein Kraftpaket, das Denkleistung, Stimmung und Nerven positiv beeinflusst.

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Ich könnte jetzt lange über B-Vitamine, Magnesium und Aminosäuren im Hafer, B-Vitamine, Vitamin E und mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren in den Nüssen, Ballaststoffe und Mineralien in den Trockenfrüchten oder die MCT Fettsäuren im Kokosöl schreiben. Aber lieber möchte ich erwähnen, dass der Müsliriegel super schmeckt und in der Schule oder im Büro eine ganze Mahlzeit ersetzen kann. Denn kalorienmäßig halten sich Nüsse, Trockenfrüchte und Kokosöl nicht unbedingt zurück, aber dafür ist man wirklich lange satt.

  • 100 g Haferflocken zart
  • 80 g Cashewkerne
  • 50 g Walnüsse
  • 130 g Trockenfrüchte (90 g Datteln, 40 g Feigen)
  • 75 g Kokosöl
  • 65 g Honig
  • ev. etwas Vanille, Zimt, Kokosraspel, Schokolade

Zuerst die trockenen Zutaten gut durchmischen – je kleiner die Nüsse und Trockenfrüchte geschreddert sind, umso besser kleben sie aneinander.

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Kokosöl und Honig leicht erhitzen, damit beides flüssig wird, dann unter die Trockenmasse mischen und gut vermengen. Ich mache das anfangs mit einem Löffel und zum Schluss mit der Hand, damit das Ganze wirklich so richtig zu „pappen“ beginnt. Die Masse sollte nicht zu bröselig sein, aber auch nicht zu klebrig. Bei den ersten Versuchen dachte ich, dass nicht genug „Klebstoff“ drin wäre und der Riegel sicher auseinanderbröseln würde, aber wenn das Kokosöl aushärtet, hält es ganz gut.

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Nun gleichmäßig auf Backpapier verteilen und für ca. 30 Minuten in den Tiefkühler stellen. Nun lässt sich der – jetzt noch – Müsliziegel gut schneiden.

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Die Menge reicht für ca. 12 bis 14 Stück. Ich wickle jedes einzeln in Jausenpapier und bewahre sie im Kühlschrank auf. Nach einer Woche sind die 12 Riegel bei mir immer weg, daher kann ich nicht sagen, ob sie auch noch länger lagerfähig sind.

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P.S. Ein bisschen muss ich doch noch über die Inhaltsstoffe schreiben. Heute mal über das Kokosöl, das ich seit einem Jahr vermehrt verwende. Kokosöl hatte lange Zeit ein sehr schlechtes Image: gehärtetes Fett und so weiter. Inzwischen hat sich der Wissenstand geändert und Kokosöl gilt aufgrund seiner MCT Fettsäuren (Medium Chain Triglycerides/mittelkettige Fettsäuren) als mögliches Mittel gegen Alzheimer [1] und es soll die geistige Leistungsfähigkeit erhöhen.[2] Der hohe Anteil an Laurinsäure wirkt sich gut auf die Produktion des „guten“ HDL-Cholesterin aus, das vor Fettablagerungen in den Gefäßen schützt.[3]

Wichtig ist, auf die Qualität zu achten und  ein natives Bio-Kokosöl zu verwenden. Palmin z.b. ist kein gesundes Kokosöl.

[1] Henderson ST et al., Study of the ketogenic agent AC-1202 in mild to moderate Alzheimer’s disease: a randomized, double-blind, placebo-controlled, multicenter trial. Nutr Metab (Lond). 2009 Aug 10;6:31.

[2] Karr JE, Grindstaff TR, Alexander JE. Omega-3 polyunsaturated fatty acids and cognition in a college-aged population. Exp Clin Psychopharmacol. 2012 []

[3] Prior, Davidson, et. al. Cholesterol, coconuts, and diet on Polynesian atolls: a natural experiment: the Pukapuka and Tokelau island studies. The American Society for Clinical Nutrition, 1981 []

 

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