Thunfisch-Dinkelpizza

Der Germteig und ich waren lange Zeit keine Freunde. Alle Annäherungsversuche, vor allem die mit Vollkornmehl, schlugen fehl und entwickelten sich zu einem Desaster.  Aber da mein Sohn nach Pizza verlangte, der Lieferservice auf Dauer zu teuer wurde und ich ihm keine Tiefkühlpizza vorsetzen wollte, siegte der Ehrgeiz der Foodbloggerin. Es konnte ja nicht sein, dass ich keinen Dinkelvollkornteig zustande brachte. Drei Monate und viele lustige, knusprige oder klebrige Pizzen später kann ich sagen, ich habe das optimale Rezept gefunden. Vielleicht lag es aber auch einfach nur an der Übung. Denn wenn man das Gefühl dafür hat, wann genug Flüssigkeit im Teig ist, damit er gerade nicht zu trocken und nicht zu klebrig ist, dann braucht man auch kein Rezept mehr.

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Für eine Pizza im Format 36 x 31 cm (Größe meines Backblechs), welche für drei Personen ausreichend ist, nehme ich folgende Zutaten:

  • 200 g Bio Dinkel-Vollkornmehl (Ja natürlich)
  • 1/8 lauwarmes Wasser
  • ½ Packung Germ
  • ½ EL Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • etwas Kokosblütenzucker, etwa ½ TL

Belag:

  • 1 Glas Tomatensoße (ca. 300 g)
  • 2 große Packungen Mozzarella
  • 1 Glas Thunfisch ohne Öl
  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln
  • Oregano, nach Lust und Laune Oliven

img_6065Ich setze zuerst ein Dampfl (einen Vorteig) an. Dafür wird der Germ in etwas lauwarmen Wasser mit dem Kokosblütenzucker aufgelöst. Diese Mischung rühre ich vorsichtig in eine Grube, die ich in der Mitte des Dinkelmehls gemacht habe. Zugedeckt lasse ich es ca. 15 Minuten an einem warmen Platz gehen. Dann mische ich Salz, Olivenöl und das restliche Wasser unter und knete den Teig durch. Da verschiedene Mehlsorten unterschiedliche viel Wasser binden, gebe ich es nach und nach zu, knete es ein und schaue, wann der Teig nicht mehr zu bröselig und auch nicht zu klebrig ist. Wenn der Teig die richtige Konsistenz hat, wird er wieder für 45 Minuten an einen warmen Platz gestellt, damit er „aufgeht“.img_6067Nun wird er ausgerollt und belegt. Ich verteile zuerst ein Glas meiner Polpa auf dem Teig, danach Mozzarella, Thunfisch und die Zwiebelscheiben. Da die Soße schon gut gewürzt ist, streue ich nur noch etwas Orgeano und ein paar Chiliflocken über den Zwiebel. img_6070Im Ofen wird die Pizza bei 180 Grad (Umluft) für 25 Minuten gebacken.

Der Dinkelteig geht super auf und ist nach dem Backen fluffig weich. Es gab aber anfangs, wie gesagt, einige lustige Kräcker – Varianten, die aber trotzdem gegessen wurden.bildschirmfoto-2016-08-24-um-13-26-28

Dinkel ist insgesamt gesünder als Weizen, da er mehr Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und vor allem mehr Eiweiß enthält, was wiederum bedeutet, dass er schneller satt macht, da Eiweißkalorien besser sättigen als Kohlehydratkalorien. Dinkel sorgt außerdem für gute Laune, da sein Tryptophangehalt hoch ist. Diese Aminosäure ist zuständig für die Bildung von Serotonin unserem Gehirn. Viele gute Gründe also, auf Dinkel umzusteigen.

Über die „Heilkraft“ der Tomatensoße habe ich hier schon geschrieben und mit den Omega-3-Fettsäuren des Thunfischs und den antibakteriellen Wirkstoffen der Zwiebel wird diese Pizza zu einem echten Powerpaket für die Gesundheit. Und gut ist sie noch dazu.

Kleiner Tipp: Weil ich faul bin, mache ich immer die doppelte Menge an Germteig und gebe eine Hälfte in den Kühlschrank, dann kann ich am nächsten Tag ein tolles Olivenbrot backen. Rezept folgt.

 

2 Gedanken zu “Thunfisch-Dinkelpizza

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