Brain-Tea

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Brahmi für die Kreativität, Griechischen Bergtee gegen Alzheimer, Stevia für den guten Geschmack. Ein Wundermittel, das auch noch für gute Laune sorgt.

Mein „Brain-Tea“ ist eine Mischung aus Brahmi, Griechischen Bergtee und – zur Geschmacksverbesserung – Stevia.

Brahmi
Brahmi – Hademar Bankhofer nennt sie die Königin der Anti-Aging-Pflanzen.

Brahmi (Bacopa Monnieri) wird seit 3000 Jahren in der indischen Heilkunst verwendet und hilft bei einer Vielzahl von Problemen. Die Pflanze wirkt unter anderem antioxidativ, fiebersenkend, neuroprotektiv, angstlösend und leistungssteigernd. Wahrscheinlich war deswegen der indische Gott der Schöpfung Namesgeber.

In der ayurvedischen Medizin wird Brahmi vor allem zur Intelligenzsteigerung sowie zur allgemeinen Verbesserung von Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis verwendet. Die Pflanze ist wissenschaftlich relativ gut erforscht und Studien konnten nachweisen, dass Brahmi einen signifikanten Einfluss auf das Lernvermögen ausübt. [1]

Die Wirkstoffe sind fettlöslich und benötigen einen Fetttransporter, um vom Körper aufgenommen zu werden, deswegen sollten sie zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Ich esse nicht immer etwas, wenn ich den Tee trinke, aber bei mir scheint es trotzdem zu funktionieren. Vielleicht ist meine halbe Frühstücksavocado daran schuld.

Ein weiterer Vorteil von Brahmi ist, dass sich die Pflanze ohne Kontraindikation mit anderen Nootropika kombinieren lässt. Und das ist gut so, denn einen Haken hat dieses Wundermittel leider – den bitteren Geschmack. Doch in vielen Selbstversuchen konnte ich dieses Manko mit einer Zugabe von Griechischem Bergtee und Stevia egalisieren. Und damit wurde die Wirkung noch verbessert.

GriechischerBergtee
Griechischer Bergtee – kurz vor der Blüte.

Griechischer Bergtee oder Griechisches Eisenkraut (Sideritis syriaca) ist ein weiteres Heilmittel, welches antibiotisch, entzündungshemmend, stressmindernd und stimmungsaufhellend wirkt und schon im antiken Griechenland verwendet wurde. Heute entdeckt man die Kräfte dieser Pflanze neu und vor allem in der Alzheimer-Forschung setzt man große Hoffnung in den Griechischen Bergtee.

Stevia
Steviablätter – ein guter Zuckerersatz für Getränke

Stevia (Stevia rebaudiana)  Obwohl der Bergtee allein schon sehr gut schmeckt, verwende ich als dritte Zutat Stevia. Die Blätter werden seit Jahrhunderten von der indigenen Bevölkerung Südamerikas bei der Zubereitung von Speisen und zur Behandlung diverser Leiden verwendet. So hat Stevia unter anderem eine leicht gefäßerweiternde und blutdrucksenkende Wirkung

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Weltweites altes Wissen ist in diesem Tee vereint. Das hat doch irgendwie Symbolcharakter.

Zubereitung für einen Liter Tee

  • 1 Zweig bzw. 1 TL Griechischer Bergtee
  • 1 Zweig bzw. 1 TL Brahmi
  • 3 Blätter Stevia

Mit heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen. Warm oder kalt genießen.

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Ein Blick in die Vergangenheit: Meine Mutter in unserer Destillerie. Das Suchen nach neuen Geschmacksnuancen liegt mir scheinbar in den Genen.

Man kann alle Pflanzen selbst ziehen und der Griechische Bergtee überlebt sogar den pannonischen Winter problemlos. Damit er sich heimisch fühlt, wurde er am höchsten Punkt unseres Gartens gepflanzt. Ich ernte zweimal im Jahr die Blüten und lasse sie als Wintervorrat trocknen. Übrigens, alle Teile dieser Pflanze sind verwendbar – Blüte, Stängel und Blätter. Und das ist gut, da wir viel brauchen. Es ist auch relativ leicht,Ableger aus Stecklingen zu ziehen. Stevia und Brahmi hingegen sind nicht winterhart, sie wachsen daher im Topf und ich hole sie ab den ersten Frosttagen in den Wintergarten.

Ich möchte mich übrigens bei Claudia Hartig-Toperczer bedanken, die mir den wunderbaren Griechischen Bergtee zum 50er geschenkt hat, und bei Uschi Timm-Winkmann, die mich im Schriftstellerfoum Montsegur auf Brahmi aufmerksam gemacht hat.

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Zum Nachlesen:

[1] Stough, C. et al. (2001): The chronic effects of an extract of Bacopa monnieri (Brahmi) on cognitive function in healthy human subjects. In: Psychopharmacology, Vol. 156, DOI:10.1007/s002130100815

und

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/gruene-pflanze-fuer-graue-zellen.html

2 Gedanken zu “Brain-Tea

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