Masala-Omelett á la „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Hatte Helen Mirren ein „Eier-Aufschlag-Double“? Denn als gestrenge Chefin eines Michelin-Stern veredelten französischen Restaurants öffnet sie die Eier très elegant mit nur einer Hand. Wie lange muss man üben, um das zu können?!

Ich habe ja schon als Teenager die anderen Kinder am Tennisplatz beneidet, die den Ball lässig mit Schläger und Fußaußenkante aufheben konnten. Ganz ohne Hand!  (Und später gab es dann diese Angeber beim Golf 🙂 ) Aber egal, ich will hier nicht über meine motorischen Unzulänglichkeiten schreiben, sondern über den neuen Film von Lasse Hallström, der seit kurzem im Kino läuft. Wer „Chocolat“ oder „Lachsfischen im Jemen“ mochte, wird „Madame Mallory und der Duft von Curry“ lieben. Es ist eine Liebesgeschichte zwischen dem indischen Koch Hassan Kadam, der den „absoluten Geschmack“ besitzt, und der französischen Köchin Marguerite. Rund um die beiden tobt ein heftiger und originell ausgetragener Kampf zwischen Marguerites Chefin Madame Mallory und „Papa“ Kadam, der seine „Maison Mumbai“ genau gegenüber dem Nobelrestaurant eröffnet. Ein amüsanter Clash-of-Cultures, nicht immer ganz klischeefrei, aber  so wunderbar mit Küchenszenen und perfekten Landschaftsaufnahmen garniert, dass man das gerne verzeiht.

„The Hundred-Foot Journey“, wie der Film im Original heißt, ist ein Happy-Film voller Lebensfreude, der in mir den Wunsch weckte, sofort etwas Indisches zu kochen.

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Und heraus kam dieses Masala-Omelett – ein Gericht, das in einer Schlüsselszene des Films zubereitet wird 🙂

Zutaten (für zwei Personen)

  • 6 Eier
  • 1 große Tomate
  • 2 EL gehacktes Koriandergrün
  • 1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2  Chilischoten
  • 2 EL Ghee oder Olivenöl

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Die Eier in einer Schüssel mit dem Schneebesen schaumig aufschlagen, die würfelig geschnittenen Tomaten und das Koriandergrün unterrühren und mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer würzen. Die klein geschnittenen Zwiebeln mit den feingehackten Chilischoten (Achtung scharf!) in Ghee oder Öl anbraten. Dann die Hitze reduzieren und die Eier in die Pfanne gießen. Alles bei kleiner Hitze stocken lassen. Wenn sich das Omelett wenden lässt, vorsichtig umdrehen und fertig braten. Dann mit getoastetem Brot servieren.

Marsalaomlett

Ich war ja anfangs vom Duft des Korianders nicht sehr angetan, aber in Verbindung mit dem Kreuzkümmel und den Chilischoten schmeckt er einfach wunderbar! In den nächsten Tagen werde ich mich sicher an das Madras-Curry heran wagen und auch den Film noch mal ansehen. Übrigens, ich würde die Originalfassung empfehlen. Helen Mirrens französischer Akzent wurde im Deutschen leider wegsynchronisiert.

Filmplakat

Und ich bin mir sicher sie hatte ein Double 🙂

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