Radieschenblätter-Versuche

Nachdem ich in meiner Euphorie über unser neues Hochbeet geschätzte 7 Millionen Radieschen ausgesät habe wuchs innerhalb von sechs Wochen ein Radieschen-Urwald. Die Blätter entwickelten sich prächtig, die Radieschen eher mäßig. Da kam mir ein Post von Schnippelboy  – ein Essensblog übigens, den ich sehr, sehr empfehlen kann – gerade recht. Denn er servierte Kartoffelpüree mit Radieschenblättern. Radieschenblätter!? Da musste ich so alt werden, um zu erfahren, dass man die essen kann?

Also holte ich sofort eine Riesenschüssel frischer Blätter und habe folgende Rezepte ausprobiert:

Kichererbsen-Radieschenblättersalat

  • 250 gr. Kichererbsen
  • ca. 1 Bund Radieschen
  • Radieschenblätter
  • 100 % iges Steirisches Kürbiskernöl
  • Salz/Pfeffer

Radieschenblättersalat

Die Kichererbsen – falls getrocknet – 10 Stunden einweichen und dann ca. 2 Stunden weichkochen. (Man kann auch Kichererbsen aus der Dose oder aus dem Glas nehmen.) Frische Radieschen und auch das Blattgrün kleinschneiden (die Stängel habe ich dann doch auf den Kompost geworfen) und mit Kernöl, Essig, Pfeffer und Salz abschmecken.

Wobei ich als Steirerin sagen muss, mit einem echten Kürbiskernöl (ohne chinesische Kürbiskerne drin!) kann man wirklich alles essen, da schmeckt’s immer wunderbar.

Dieser erste Versuch ging gut. Dann kam die Radieschenblättersuppe. Leider habe ich da kein Foto, das gut genug wäre, um gepostet zu werden. Aber da sogar mein Sohn begeistert war – obwohl grün! – werde ich sie bald wieder machen und das Foto folgt.

Radieschenblättersuppe

  • Radieschenblätter
  • 2 Kartoffeln mittelgroß
  • 1 Zwiebel
  • 1 Liter Wasser/ Gemüsebrühe
  • 50 – 100 ml Schlagobers
  • Salz/Pfeffer/Muskat

Radieschenblätter waschen und klein schneiden. Kartoffeln schälen und ebenfalls klein schneiden. Zwiebel schälen und klein würfeln. Die Blätter mit den Zwiebeln in etwas Olivenöl andünsten und mit dem Wasser/der Brühe ablöschen. Die Kartoffeln zufügen, nach Geschmack würzen und bis die Kartoffeln weich sind bei kleiner Hitze köcheln lassen. Die Suppe pürieren, den Schlag dazu, abschmecken und auf Teller verteilen.

Es ist eigentlich die typische Gemüsecremesuppe, nur eben mit Radieschenblättern drin. Die schmeckt man gar nicht so sehr heraus, aber auf jeden Fall, bin ich wieder etwas von meinem Urwald losgeworden.

Radieschenblätter

Zuletzt versuchte ich ein Radieschenblätterpesto. Da muss ich aber noch etwas am Rezept feilen, denn das schmeckte nicht mal mir 🙂

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