Selbstgezogene Strelizie

Hurra, die erste Blüte ist wieder erahnbar. Denn jetzt sieht sie noch so aus. (Das Foto oben zeigt eine Blüte des Vorjahrs.)

StrelizieBlüte

Wahrscheinlich wird es jetzt noch ein paar Wochen dauern, bis der orange Schopf zu sehen ist, aber allein das Wissen, dass sie wieder blühen wird, macht mich froh. Denn diese Strelizie habe ich aus einem Samen gezogen, den ich im Jahr 2000 aus Hawaii mitbrachte.

Streliziensamen

 

Eigentlich ohne viel Hoffnung auf Erfolg steckte ich vier Samen in normale Blumenerde – und wirklich entwickelten sich zwei kleine Pflänzchen. Diese habe ich dann genau so wie die anderen Zimmerpflanzen gepflegt – also sehr wenig.  Als ich noch die Wohnung in Wien hatte, wurden die Strelizien im Winter auf den Gang gestellt, im Sommer auf den Balkon und sonst nicht weiter beachtet.

Trotz Vernachlässigung blühten die beiden Pflänzchen nach zirka vier oder fünf Jahren – leider nur ein Mal. Dann war wieder drei Jahre Funkstille. Nachdem ich in unser Haus gezogen war, wurde das Überwinterungsproblem eklatant, denn es gab kein unbeheiztes Stiegenhaus mehr. Ich stelle die Pflanze im ersten Jahr – unwissend, dass es dort zu kalt sein würde – in die Garage. Das überlebte nur eine der beiden Strelizien. Dafür blühte sie dann aber – wahrscheinlich aus Schreck – umso üppiger. Denn erst wenn die Pflanze „Stress“ hat, denkt sie an Blütenbildung, also an Nachkommen und Vermehrung. Daher: kleiner, enger Topf, Trockenheit und kühles Winterlager.

Aber nachdem ich nicht in Kauf nehmen wolle, dass auch die zweite Pflanze erfriert, überwintere ich sie nun immer bei uns im Haus. Sie wird aber ganz spärlich gegossen und ich hole sie wirklich erst aus dem Garten, wenn es in der Nacht Minusgrade gibt. Und ab März steht sie wieder draußen. Sie blüht seither brav einmal pro Jahr, wobei sich im Dezember die Blütenstiele aus einem der Randblätter schieben und im Jänner der Schopf  sichtbar wird.

Inzwischen hat sie sich schon so oft geteilt, dass die fleischigen Wurzeln, die ein bisschen an Schwarzwurzeln erinnern, fast die Erde aus dem Topf heben, aber ich will sie nicht umtopfen, denn ein größerer Topf könnte heißen, dass die Blüte dann wieder mal aussetzt, weil sie sich zu wohl fühlt. 🙂

 INFO:

  • Die Strelzie (Strelitzia reginae) gehört zur Familie der Bananengewächse und kommt aus Südafrika.
  • Sie ist robust und nicht besonders anspruchsvoll: im Winter kühl stellen, wenig Wasser, kleiner Topf.
  • Ab und zu düngen

4 Gedanken zu “Selbstgezogene Strelizie

  1. Hallo! Ich hab heute deinen Blog entdeckt. Du hast wirklich schöne Garten-Blumen-Bilder! 🙂
    Eine Strelizie habe ich auch mal gezogen, sie ist leider ziemlich schnell eingegangen :-/

    1. Danke für das Lob 🙂
      Schade, dass deine Strelizie eingegangen ist. Leider habe ich es noch nie geschafft, Samen aus meinen Blüten zu bekommen, falls es mal gelingt, bekommst du einen für einen zweiten Versuch.

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